Wissenswertes
Zubereitung
Absinthe hat einem Alkoholgehalt von 45% bis 90%. Da viele der im Absinthe befindlichen Aromen wasserlöslich sind und man Alkohol in extremer Konzentration nicht pur genießen kann, wird Absinthe mit eiskaltem, stillen Wasser verdünnt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Wasser in einem dünnen Strahl aus etwa 20 cm Höhe ins Glas gegossen wird, in dem sich bereits 2-4 cl Absinthe befinden. Da traditionell hergestellter Absinthe nicht bitter ist, braucht er nicht mit Zucker versüßt werden. Absinthe wird nicht als Shot heruntergestürzt, sondern als Aperitif genossen!
Geschichte
Absinthe entstand Ende des 18. Jahrhunderts in der Französischen Schweiz. Den kommerziellen Höhepunkt erreichte Absinthe Ende des 19. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhundert. Damit einher gingen massive Alkoholprobleme in allen Bevölkerungsschichten, so daß Absinthe zwischen 1910 und 1923 in Europa fast überall verboten wurde. Erst 1989 wurde er im Rahmen der Harmonisierung der EU Aromenverordnung wieder zugelassen.
Wirkung
Absinthe wurde lange Zeit eine besondere Wirkung nachgesagt. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch ergeben, daß Absinthe auf Grund des Thujongehalts keinen über die alkoholische Wirkung hinausgehenden Effekt verursacht.
Herstellung
Absinthe besteht aus mindestens 3 Kräutern: Wermut, Anis und Fenchel. Fehlt einer dieser Grundbestandteile, kann man nicht von Absinthe sprechen. Normalerweise werden aber wesentlich mehr als nur 3 Kräuter verwendet. Die Kräuter werden mit reinem Alkohol angesetzt und für etwa einem Tag "mazeriert". Danach wird Wasser hinzugefügt und die Mischung destilliert. Dabei gehen die feinen Aromen der Kräuter in den Alkohol über. Die stark bitteren Aromen des Wermuts bleiben im Brennhafen zurück. Diese Methode ist zeit- und vor allem kostenaufwendig, bringt aber am Schluss das beste Ergebnis.





